Jeder Mensch kennt Fussnoten. Man findet sie in wissenschaftlichen Artikeln zur Quellenangabe, oder bei verschiedenen hinreichend verrükten Authoren [1] als nähere Beschreibung des Romans oder der Belletristik. Als ich also über die Natur solcher Fussnoten mal nachdachte, kam mir ein Gedanke:
Mithilfe dieses System lassen sich aus herkömmlichen Texte auf Papier semantische Meta Texte machen. Somit kann der Buchdruck Dinge leisten, die im Internet noch keinen Einzug gefunden haben. Schließlich eröffnet die Fussnoten Semantik die Möglichkeit, einen Augmented Text zu erstellen. Wo mehrere Ebenen übereinander liegen
Eine andere Möglichkeit besteht in der Aufwertung eines Satzes durch diese Meta-Tags-Fussnoten: Wenn also ein Wissenschaftler, Psychologe oder Philosoph einen spannenden kausalen Zusammenhang erstellt hat, kann er diesen in einem verschachtelten Satz darstellen. Beim ersten Lesen des Satzes ohne beachtung der Fussnote, kann ein ganz anderer Sinn transportiert werden, als wenn der geneigte Leser beim zweiten Lesen des gleichen Satzes diese Fussnote mit einbezieht.
Fussnoten können also nicht nur Quellen bezeichnen, sondern ganze Nebensätze aus dem Fließtext beinhalten. Das Haupttext wird lesefreundlicher und so weiter. Na, ihr seht mal, auf was für Ideen man so kommt, wenn man wieder zu lange auf den Bus warten muss…
zu 1) Vgl.: Terry Pratchett und die Scheibenwelt